130 Jahre Erfahrung

Über Weihnachten zu Hause im eher unwinterlichen Graz, begeben sich die Tscherne Jungs (Vater Dr. Tscherne und Sohn Mag. Tscherne, zusammen reich an 130 Jahren Erfahrung) in den nächsten Festtagen auf kulinarische Tournee durch lokale und bizarre steirische Lokale. Dies sind ihre Berichte aus den steirischen Weiten…

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Der schönste Vorort von Graz

Bis jetzt war dieser Blog ein reines Privatvergnügen. Dies hat sich seit dem Podcast zu Foodblogs im Rahmen meines Beschäftigungsverhältnisses radikal geändert.

Dazu gibt es sechs Dinge zu schreiben:

 

1/ Obwohl sich Sebastian Dickhaut nicht als Foodblogger sieht (was er zweifelsohne ist) hat es mehr als Spaß gemacht, mit ihm vor dem Mikro zu stehen und Hochdeutsch zu sprechen.

 

2/ Dieser, mein Blog, spiegelt meine persönlichen Interessen wieder, die sich teilweise mit meiner Arbeit paaren. Ergänzung vom 07.03.09 aufgrund aktueller Ereignisse: Alle hier geposteten Beiträge spiegeln rein meine persönlichen Interessen, Meinungen und Gefühlslagen wieder. In diesem Blog wird kein beruflicher Bezug genommen noch ist dies vom einzigen Autor erwünscht. Verlinkte Seiten respektiere ich, verkaufe aber nicht meine Seele für deren Inhalte. Wer wissen will, wer hinter Schwarzthoughts steht der kann mich unter www.twitter.com/heimuuh erreichen. Wer wissen will, was hinter dem Namen steckt, der sollte Zeit, Muse und zwei Bier parat haben. Und jetzt weiter im Text: Dazu zählt alles Essbare, ob selbst fabriziert (bis jetzt hat sich niemand beschwert) oder auswärts gespeist. Ja, die Eier für die Eierspeis vorab mit einen Schuss Milch verquirlen, dann wird das ganze Ding flockiger!

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Dazu zählt nicht mein Fußballfetisch, den aber manch Arbeitskollege Freund mit mir teilt. (Danke für die wunderschöne Fahrt zum Spiel SK Sturm gegen Rapid Wien.)

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Dazu zählt auch nicht meine Auswahl an Musikstücken, die ich hier poste und unter der Dusche und im Stadion singe.

 

3/ Dieser Blog ist ein Selbstversuch und Selbstläufer. Am Anfang stand die Neugier, in der Mitte der Wahnsinn und mittlerweile hat sich die ganze Geschichte zwischen Zeitmangel und Tippfehlern eingependelt. Umso mehr freue ich mich über schriftliche als mündliche Kommentare. Dies umso mehr, als meine Zunge schneller spricht, als meine Finger tippen und die Zehnfingerregel mein größter Feind ist.

 

4/ Ja, ich war so jung und bin kopfüber ins Meer gesprungen. Dabei wurde aber vorab mit einer Arschbombe die Tiefe vermessen. Wer diesen Absprung sucht, der sollte nach Abbazia fahren.

 

5/ Man soll sich den Namen seines Blogs immer zweimal überlegen, sonst kommt ein Wortspiel mit seinem Namen und dem Wort Gedanken heraus.

 

6/ Wiener Kellner sind wirklich eine eigene Spezies, wie alle Wiener. Folglich empfehle ich einen Besuch in der Steiermark. Wer auf der Suche nach passenden Lokalen ist, der kann sich gerne an mich wenden. Was der Rapid Anhang vergangenen Sonntag plakatiert hat („A Numma z’groß fir eich.“) kann also nur mit den Worten „Wien ist der schönste Vorort von Graz“ beantwortet werden.

 

Passende Musik:

 

 

Passendes Getränk: Schilchermischung

Schwammerl

Aus den versprochenen Innereien der Zucchini wurde aus Zeitmangel leider keine Suppe mehr. Einer der Gründe des Zeitmangels – neben Arbeit, Bier und dem Versuch mein Bett zu richten – war der 40er eines meiner besten Freunde.

Dieser Eintrag hat aus zwei Gründen einen kulinarischen Hintergrund: der gastronomischen Ausflug auf die  Grabneralm und dem momentanen Schwammerlboom.

Das erste Augustwochenende wurde dieser besagte Geburtstag auf der Grabneralm in der Steiermark  gefeiert. Das Wetter war mies bis beschissen, die Stimmung aber genauso feuchtfrölich. Essenstechnisch muss hier vor allem der Schweinsbraten hervorgehoben werden. Das Geheimnis liegt im Tischherd, in der Saucenzubereitung (Hinzufügen von Zitronensaft und den besten Gewürzen), dem intensiven Einsatz von Knoblauch und den vier Stunden im Ofen.

Da die Wanderung zur Grabneralm keine zwei Stunden dauert, sei diese steirische Almhütte allen ans Herz gelegt. Natürlich liegt mir kein Foto vom Schweinsbraten vor, weshalb ich nur mit der Eierspeis zum Frühstück aufwarten kann. Ein einfaches, aber hervorragendes Gericht. Darüber hinaus ist auch noch die Hausbar mehr als eine Erwähnung wert, die von Günther beherrscht wird. In der Küche zaubert übrigens die bezaubernde Maria:

Nebenbei würde ich auch gerne von Pilzgerichten berichten. Doch ich hatte nur die Freude, mich an der Suche zu beteiligen. Die Schwammerl selbst hätten die Zugfahrt nicht überlebt. Folglich kann ich kein Rezept samt Foto von meinem Schwammerlgericht einstellen, sondern nur den Hinweis, dass jetzt Pilzsaison ist. Als guten Tipp kann ich nur empfehlen, dass getrocknete Steinpilze jede Sauce hervorragend verfeinern. 

Passende Musik zum Feiern auf der Alm (zumindestens einen 40er) und zum Schwammerlsuchen: Iggy Pop, Lust for life