It’s only Rock’n’Roll but I like it

Kein Konzept zu haben ist ein scheiß geiles Konzept.

Fangen wir von hinten an. Gegen 1.30 Uhr in der Früh nahm ich mit einer Kaffeetasse, in der Lolita schwamm, am Tisch Platz und war glücklich. Das Pop-Up Restaurant DirtyDinnerBreak im Rahmen des http://www.restaurantday.org hatte soeben geschlossen – oder ich zumindest das Arbeiten eingestellt.

Und es war gut, sehr gut bis phänomenal. Aus einer ersten Idee entstand auf magische Art und Weise – vor allem durch gefühlte 10.000 Facebookposts und Abstimmungen – ein feiner Abend, an dem insgesamt sieben Leute mitgewirkt haben und aus einem vermeintlich nicht existierenden Konzept eine wunderbare Idee erwachsen haben lassen. Verstehen sie mich nicht falsch, DirtyDinnnerBreak wurde genauest geplant, auf alle Details geachtet und die Suppenlöffel vergessen.

Aber am Ende des Tages wurde aus 7 Solisten ein Konzert – jeder seinen Gang dazu beigetragen. Ohne gegenseitigen Testrunden vorab, um sich abzustimmen oder auf einen Nenner zu reduzieren. Nein, aus dem theoretischen Facebook-Nebel hatte sich an diesem Abend ein Punkkonzert aus den unterschiedlichen Bestandteilen heraus entwickelt: Essen und Trinken muss Spaß machen, Herzen, Gaumen und Füße müssen sich im Takt der DJs bewegen und die Leber zum Tanz auffordern. Menschen sollen sich mit Tourette und Freude mischen, Wein muss schmecken, Schnaps passt in große Gläser und eine dreckige Gabel am Boden soll eine verdammte dreckige Gabel am Boden sein. Ach wie ich auf diese steifen, gesetzten Dinner mit Vorstellungsrunde scheiße verzichten kann.

Und genau dieser Rock’n’Roll war es gewesen.

Dafür gilt es Sabine, Katja, Steffen und Sabrina zu danken! Was für eine fette Combo. Danke Finkus für den Laden und deine Weinauswahl sowie Abi für die Töne, die du dem Schellack entlockt hast.

Und so lasst uns in einem ersten Schritt mit dem Hochprozentigen starten und die Cocktails des Abends auf die Bühne bitten. Der Gedanke war dirty zu gehen und so wählte ich einen Kräuterbitter – Hüllenkremer Els wird an den Familienfesten meiner Frau in rauen Mengen genossen – und einen Marillenbrand als Ausgangsbasis. Wobei Richi, Betreiber und Barchef des Wasserwerks in München, dankeswerter Weise meine geschmacklichen Vorstellungen vorab mit dem Vorschlaghammer zerschlug und dem Ganzen Stil und Manieren beibrachte -ohne dabei zu sehr zu lachen.

Als Apero wurde beim DirtyDinnerBreak ‚Auf der Alm, da gibt’s ka Sünd‘ in folgender Konstellation ausgeschenkt

  • 2 cl Hüttenbrenner Els (oder ein anderer lieblicher Kräuterbitter)
  • 4 cl Campari
  • 3 cl Prosecco zum Aufgiesen

Els und Campari in einem Glas verrühren, Eis dazugeben und mit Prosecco aufgießen. Mit einer Orangenzeste garnieren.

Der Digestif hörte auf den Namen ‚Rumble with Mariandl‘! Man nehme

  • 3 cl Zitronensaft
  • 3 cl Weißbiersirup (dazu koche man einen halben Liter Weißbier seiner Wahl auf und mixe weißen Zuckerrohrzucker unter und schalte die Herdplatte aus. Kurz ziehen lasssen und ab in eine leere Flasche.)
  • 4,5 cl Marillenbrand (z. B. von Hauser)

Alle Zutaten in einem Shaker versammeln, shaken in ein Glas auf Eis abseien. Langsam, mit einem Auge und Lächeln auf die Gäste.

Und wie es so ist, mit uns verbrannte Zwiebelbutter mit fermentiertem Gemüse zu speisen, erfährt ihr im zweiten Teil …

dirty dinner break @ restaurant day © vivi d'angelo (20) dirty dinner break @ restaurant day © vivi d'angelo (2) dirty dinner break @ restaurant day © vivi d'angelo (4) dirty dinner break @ restaurant day © vivi d'angelo (8) dirty dinner break @ restaurant day © vivi d'angelo (14)(der Dank für die Bilder geht an http://www.vivisdeliriums.wordpress.com/)

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3 Gedanken zu “It’s only Rock’n’Roll but I like it

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