Beim Abgang kein wenig mürbe

Weihnachten ist nicht mein Fest – keine Ahnung, woran es liegt, aber in mir kommt selten die wahre Stimmung auf. Dies ändert sich in dem Moment, in dem du vom Konsumenten von Keksen, kistenweise Wein und Feiertagsmenüs zum Ausrichter wirst. Dies mit einem neugeborenen Kind und für den eigenen Vater als Gast – sowie der Erinnerung an ein Menü von dem kein Rezept vorlag.

Rind sprach meine Erinnerung, mit breiten Nudeln. Das Internet sagte Brasato al Barolo von http://www.cucina-casalinga.blogspot.de. Nun gut, meine Erinnerung kann mich trügen und meine Familie soll in zumindest einem Blutgefäß Italien haben.

Also Jovanotti einlegen

und einkaufen gehen:

  • 800 g Rindfleisch z.B. flache Schulter
  • 1 Flasche Rotwein – ich nahm einen Cabernet Sauvignon
  • 2 Karotten
  • 1 Stange Lauch
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Teelöffel Pfefferkörner
  • 2 Thymianzweige
  • 2 El Butterschmalz
  • Salz
  • 1 Gefrierbeutel

Das schöne bei dem Rezept ist die Tatsache, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben etwas anderes eintütete als den Müll oder einen Wäscheberg in den Koffer. Für den Sack Karotten, Lauch und Zwiebeln grob würfeln. Das Rind mit dem Gemüse in einem Gefrierbeutel eintüten und Pfefferkörner und Thymian hinzugeben. Wein aufgießen, ein Achterl für den eigenen Genuß zur Seite stellen und den Sack für einen Tag im Kühlschrank verstauen.

Nach einem Tag voll Wein brate ich das Rind in einem Schmortopf in Butterschmalz auf allen Seiten an, werfe das eingelegte Gemüse dazu und brate alles gut an. Salzen, pfeffern und mit Wein aufgießen. Das Fleisch schmorrt für drei Stunden mit dem Gemüse auf mittlerer Flamme.

Man nehme den Braten heraus und passiere die Sauce, kocht sie ein wenig und pimpe die Chose je nach Geschmack mit Salz und Pfeffer.

Dies ist ein fantastischer Braten al Cabernet Sauvignon, der hervorragend einfach zuzubereiten ist und mir sehr viel Freude bereitet hat. Dazu passend finde ich übrigens ein Bier – ein dunkles Bier. Nur nicht als Weihnachtsbraten. Da er ausreichend mürbe war …

Braten1

Braten2

Braten3

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2 Gedanken zu “Beim Abgang kein wenig mürbe

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