Ohne Manieren durch Französisch Guyana

Und wenn auch nur der Liedtitel zu folgendem Blogbeitrag passt, es ist den jungen Römern wurscht:

Die Globalisierung/Kolonialisierung hatte die EU nach Französisch Guyana gespült. Schulen, Telefonzellen, Militär, Pastis, Sprache, Hartz4 und Gewerkschaften. Eine Blaupause bei 35°C am Äquator. Neben der französischen Leitkultur etablierte sich über die Jahrzehnte auch eine asiatische Herrschaft über den Lebensmitteleinzelhandel sowie verschiedenen Suppenküchen. In die Hitze eines südamerikanischen Großmarktes garte der Genuss.

Beide hatten durch Farben und Gerüche gewartet, um die erste Schüssel in der Markthalle von Cayenne zu schlürfen. Gebrauchsanweisung für den Genuss gab es keine, also hielt er das Grünzeug für einen Beilagensalat und schnabulierte fleißig darauf los. Wie eine Kuh kaute er Grünzeug und löffelte parallel. Erst das Umblicken und Imitieren asiatisch-südamerikanischer Ureinwohner machte ihm zu einem vollwertigen Mitglied der lokalen Schweißgesellschaft. Die Freude hielt so lange, wie der Mixmaster des Gemüsemarktes von Guyana von ihm 18 Euro für eine Bootleg verlangte. Worauf er zur Stärkung eine weitere Suppe im tiefgekühlten Restaurant-Snack Ni Hao von Cayenne benötigte.

Einer derartigen Suppe rennen die beiden seither in München hinterher und würden für die entsprechenden Tipps eine Schüssel springen lassen. Ein entsprechendes Rezept hat die Zeitschrift Beef! zu bieten.

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