Im Gleichschritt der Geschmacksnerven

Der Grenadiermarsch ist der Offizier unter den Resterlessen. So eine Art Radetzkymarsch im Orchester der Studentenspeisen und der österreichischen Nationalküche. Stolz und pikant im Auftreten, despektierlos gegenüber leeren Kühlschränken.

Da sie nie in einer militärischen Formation gedient hatte, bedeuteten ihr derartige Auszeichnungen nichts und sie deutete auf pure Bratkartoffellust. In Hinblick auf sein Geschichtestudium und seine musikalischen Ader besann er sich des Radetzkymarsches in seinem Blut und langte zu. Er kochte ein halbes Kilo Kartoffeln, Schnitt eine große Zwiebel, zwei Zehen Knoblauch und 150 Gramm Speck klein und wartet in Anbetracht der Situation ein wenig.

Die fast fertig gekochten Kartoffeln tauschten Platz mit Hörnchen, die im Salzwasser sprudelten. In einer Blitzhandlung briet er die Zwiebelteilchen mit den Knoblauch- und Speckstückerln an und tat das Konglomerat wieder aus der Pfanne. Die zweite Halbzeit gehörte den mittlerweile geschnittenen Kartoffeln, die vielseitig verbraten wurden. Dazu mischte er den Zwiebel-Knoblauch- Speck-Mix sowie die Hörnchen. Für die Intensiät der Beziehung sorgen Salz, Pfeffer, süßer und pikanter Paprika, Piment, Majoran und eine Prise Liebe.

Und dann zogen sich die Geschmacksnoten das Tütü an und tanzten los ins 2011.

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