Die Tasche voll Spargel

Den weißen und grünen Spargel hatte er die längste Zeit nur als Aphrodisiakum für liebestolle Schmakofatze wahrgenommen. Die geschmacklichen Noten waren in der Jugend nie in dieser Richtung ausgeprägt und so hatte er im Supermarkt immer einen Slalom durch den Stangenwald vollzogen.

Doch dann hatte er das Rezept von weißem Spargel in Alufolie mit Puderzucker gelesen und auch den grünen Spargel in Butterschmalz geknackt und gekocht. Und er wurde übermütig, als er von Spargel in Hülle und Fülle las. Dazu pinselte er die Keramikform mit Butterschmalz aus und füllte sie mit dem fertigen Teig aus. In einem Becher verquirlte er eine Tasse Milch mit zwei Eiern, hob gewürfelten Speck, Zwiebel und Knoblauch unter und versüßte die Chause mit Salz, Pfeffer und Majoran.  Die Mischung badete im Blätterteig-Pool als Kate Perry an die Tür klopfte

In der Zwischenzeit hatte sie die Spargelstangen geschält und entstrunkt und reihenförmig in die Form eingegliedert. Im vorgeheizten Backrohr feierte die Blätterteigtasche voll Spargel hitzige Orgien voller 45 Minuten. Geschickt am Blattsalat drapiert feierte diese Variante stehende Ovationen am Gaumen und spülte sich mit einem feinen Riesling talwärts.

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