Hell’s Kitchen

Der momentane Aufenthalt im Big Apple bei einer guten Freundin zaubert kulinarische Höhenflüge und Abstürze hervor. Das Essen und sein Geruch liegt in der Luft und macht einen verrückt. Deshalb zum ersten Mal der Titel Hell’s Kitchen. Als Gastgeschenk für die drei Mitbewohner (1x Mexiko, 1x Puerto Rico, 1x Costa Rica, 1x Pischelsdorf) wurde gestern österreichische Küche vom Modezaren und mir kredenzt: Consommé aux Crêpes aux chefs, Tafelspitz mit Kürbisgemüse und Ofenschnippelkartofferl sowie Mozartkugeln.

Erster Höhepunkt war der Einkauf im Supermarkt in West Harlem, der zwar eine riesige Auswahl zur Verfügung stellte, aber nicht bei Gewürzen und den Gehirnzellen der Kassiererin, die wohl zum ersten Mal Suppengemüse in den Händen hielt. Dabei ist es wirklich interessant, amerikanisch zu shoppen: keine Fotos erlaubt, dafür eine Million Tüten für alle Lebensmitteln.

Auf der Suche nach passenden saisonalen österreichischen Genüssen stolperten wir über Halloween und den Kürbis. Passend dazu, gekochtes Rindfleisch und daraus entstehend eine Fritattensuppe (für die deutschen Leser: Pfannkuchenstreifensuppe) als Entrée. Auch wenn die farbliche Komposition verbesserungswürdig ist, war es ein kulinarischer Hochgenuss: http://www.flickr.com/photos/rena5/2923928916/

Das Rindfleisch mit Suppengemüse (Karotten, Wurzelwerk, Petersilie, Eierschalen, Zwiebel und Gewürzen: Salz, Pfeffer, Lorbeerblätter) für ca. 2 Stunden kochen. Für visuelle Typen: http://www.flickr.com/photos/rena5/2923078113/.

Für das Kürbisgemüse, zuerst eine passende Reibe in Harlem kaufen gehen. Dann den Kürbis mit dem frisch erworbenen Küchenhelfer reiben, Zwiebel in Butter(schmalz) anschwitzen, Kürbis hinzufügen, mit Salz, Pfeffer, Kümmel und reichlich Paprikapulver abschmecken. Weichdünsten: dabei ist kontinuierliches Kosten wichtig! Im Finale Knoblauch und Sauerrahm hinzufügen. Passendes Fotomaterial: http://www.flickr.com/photos/rena5/2923927642/.

Die Ofenschnippelkartofferl sind ein Produkt des Backofens und eigentlich keine passende Variante, aber aus zeitlichen Gründen herzlich willkommen. Kartoffeln waschen, in dünne Scheiben schneiden, mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Öl reichlich würzen, mit beiden Händen (wie geil) reichlich vermengen und im Backrohr, bis zum knusprigen Finale, backen: http://www.flickr.com/photos/rena5/2923928388/.

Passend zur Rindssuppe sorgten wir uns um die Einlage: Frittaten (oder Pfannkuchen). In der Zusammensetzung haben wir uns mehr oder weniger an die Standardangaben für Pfannkuchen gehalten, was ohne Messbecher manchen Pfannkuchenkrüppel hervorgezaubert hat. Wir haben zur farblichen Unterstützung noch mit reichlich Petersilie gearbeitet: http://www.flickr.com/photos/rena5/2923928242/.

Hell’s Kitchen ist auch ein Synonym für gefühlte 40°C i einer kleinen amerikanischen Küche, eine Küche ohne Werkzeuge, da hier meist nur Fast Food verzehrt wird da hier kulinarische Höhenflüge mit einfachsten Mitteln gestartet werden. Es hat sehr viel Spaß gemacht und der Modezar und ich können – abgesehen von den Palatschinken – jederzeit für derartige Auftritte gebucht werden.

Passende Musik: eigentlich selbstgesungene Gospels, da keine Musikapparate zur Verfügung standen da die ipod-soundalage nicht zur verfügung stand, aber Modezar würde wohl folgendes wählen:

Passendes Getränk: Bier, österreichischer Zweigelt und Bacardi Cola als Starter.

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5 Gedanken zu “Hell’s Kitchen

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