Schwarzthoughts’s Weblog


Grillage mit der Bagage, Entenfüße inklusive

Grillen ist die Veranstaltung neben einem Segeltörn oder der Besteigung eines Achttausenders, die man nur mit sehr netten Bekannten, also der coolen Bagage durchziehen sollte. Ansonsten beginnt der Zank über Bauchspeck, Grillanzünder und warmen Dosenbier, da meist zu viele Alphagriller auf zu engem Raum die Grillzangen schwingen. Zum Chillen erst mal die passende Mucke, zum wiederholten Mal, aber es ist ja mein Blog: Massilia Sound System

Mit dem Erwerb ein, es 7.- Grills, farblicher passender Kohle, coolen Grillanzündern aus recyclten russischen Weltraumschrott und passenden Metalltazerl (Metalltassen fürs Essen) wurde ein Meilenstein der kulinarischen Beziehung zwischen Schwarzthoughts und Madame gesetzt.

Alles in 500 Taschen ging es der Sonne entgegen an den Flaucher in München.

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Doch das coolste Grillen kann nur flashen, wenn der passende (Martini)Aperitif im (Plastik)Glaserl

Grillen_Kühlschrank

und der Nachschub sowie die Melone in der Isar schwimmen.

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Nach dem Entfachen des Glühen auf den Wangen durch das Auslassen von Sonnencreme und der Kohlen auf dem Grill durch die Verwendung von Feuermaterialien geht es daran die passende Mitbringsel als Entrée zu öffnen: am besten Tsatsiki, Tomaten- und Nudelsalat, Karottensalat in unseren Fällen.

  • Für das Tsatsiki eine Salatgurke massakrieren, mit viel Knoblauch, Salz, Pfeffer, Olivenöl und Joghurt abmachen.
  • Tomaten ebenfalls nach Wunsch teilen, mit einer Vinaigrette (Salz, Pfeffer, Senf, Honig, Essig, Knoblauch und Öl in ausreichender Menge) anrichten und genießen.
  • Nudelsalat sind persönliche Ausrucksmöglichkeiten. Schön war die Variante mit jungen ungekochten grünen Bohnen, Paprika und einem Schuss Kernöl.
  • Die Karotten vierteln (der Länge nach) und kurz in heißem Wasser kochen, anschließend in kaltem Wasser abschrecken. Für die Marinade Salz, Pfeffer, Senf, Honig, Knoblauch in einer Schüssel versammeln, mit einer Gabel im Kreis tanzen lassen und die Karotten lauwarm hinzufügen.

Zum kulinarischen Aufwärmen beginnt das Grillen mit einer vegetarischen Runde: alles was nicht auf „Fleisch“ hört wird gerädert und auf eine Grilltasse geworfen.

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Mit einer Mischung aus Öl, Knoblauch, Rosmarin & Chili bepinselt harmoniert die Vitamintasse ausgezeichnet mit einem Grillkäse wie Halloumi. Dazu passt wunderschön ein Bissen Brot, Tsatsiki und Salate.

Dem Vorgang, dem Hauptgang für die Vegetarier der Bagage, folgt die Fleischtasse.

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Schöne Steaks selbst mariniert – Öl, Chili, Knoblauch, Kräuter, Whisky – Bratwürstel, ganze Schweine, Ripperl, Fisch … nur her damit. Bis zum Chutney schaffe ich es kommendes Jahr, heuer war es einmal wichtig die Basics in Eigenregie auf die Reihe zu kriegen. Wichtig ist der hemmungslose Einsatz von Rosmarin, Knoblauch, Chili oder Zitronenthymian sowie das feierliche Ablöschen des Fleisches mit Zitronensaft. Siehe auch hier die Kombinierfähigkeit der verschiedenen Zutaten: Zitrone für den Grill und den Martini.

Die Nachspeise ist der sehr empfehlenswerten Zeitschrift Efilee entlehnt:

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gegrillte Wassermelone mit Chili allerdings ohne Honig, da diesen keiner tragen wollte. Geschmacklich als Wasser- oder Zuckermelone sehr geil und mit der Schärfe und Hitze faszinierend, kann mit diesem Gang alle Hobbygriller rundherum – und davon gibt es reichlich – finallement dissen.

Zum geschmacklichen Flashmob an der Isar passen Weißwein, Bier, Martini und Bowle. Ansonsten aber auch alles, was sich so tragen lässt. Die Story mit den Entenfüßen ist auch noch nicht raus. Aber irgendwann dressier ich mir ein Tier um wirklich herauszufinden, ob die kalte oder warme Füße haben.



Ist da Pferd drinnen?

Im beruflichen Kleinteam spielen sich die größten Dramen und besten Komödien ab. Grundsätzlich sollte man berufliches und privates trennen; da das Leben allerdings keine Trennkost ist, fand sich mein berufliches Umfeld bereits zu diversen lukullischen Genüssen zusammen. Nach Raclette, BBQ, Thaicurry und tschechischen Antipasti, eingelegt in Becherovka, ging es nun daran österreichisch zu bewirten.

Das Menü bestand aus Käferbohnensalat mit Kürbiskernöl und einem Fiakergulasch. Zur musikalischen Untermalung bietet sich ein österreichischer Klassiker von Kurt Sowinetz an:

Sollten die Käferbohnen getrocknet sein, diese für 24 Stunden in Wasser einlegen und dann in Salzwasser kochen, bis diese bissfest sind. Die Käferbohnen mit Essig und reichlich Kernöl abmachen, Zwiebel und Knoblauch addieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Am besten als Vorspeise servieren.

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Für das Gulasch schneide man – wie in diesem Fall für acht Personen – zwei Kilo Zwiebel klein, bis die Augen leuchten wie Bremslichter. Man nehme die gleiche Menge Gulaschfleisch (egal ob Schwein, Kalb, Pferd oder Gnu, Hauptsache eine Sorte wegen der Kochzeit), tupfe sie trocken oder auch nicht und brate die in Würfel geschnittenen Stücke in reichlich Sonnenblumenöl in einem großen Topf an. Nach erfolgreicher Bräunung der Fleischstücke auf zumindest drei Seiten, werden diese zum chillen beiseite gelegt und die geschnittenen Zwiebeln nehmen ihren Platz im Topf ein. Die Zwiebel glasig dünsten, mit Paprikapulver, Knoblauch, Salz, Pfeffer, Chilli und geriebenen Kümmel in ausreichender Menge bekannt machen. Wie gesagt, hier wird für acht Personen groß aufgekocht, weshalb auch mit den Zutaten nicht zu sparen ist. Das Fleisch wieder zuführen und dann dünsten lassen, bis sich alles in Wohlgefallen und Gulasch zersetzt. Alternativ kann man auch noch ca. 1 Liter Rindssuppe ins Spiel nehmen und die Komposition ausdünnen. Dann wird es eher zu einer Suppe, wie in meinem Fall.

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In der Zwischenzeit hat man sich schon dem nächsten Bestandteil gewidmet: dem Serviettenknödel. Dazu eine Packung Toastbrotscheiben von der Rinde befreien und mit ca. 0,5 Liter warmer Milch für ca. 30 Minuten ruhen lassen. Gehackte Petersilie, Eier (ungefähr vier Stück), Salz, Pfeffer, Speck (bei Bedarf) und xxx einrühren und die ganze Masse zu einem Fest für die Finger werden lassen. Auf einer Klarsichtfolie wird der Patz dann zu einer Wurst aufgereiht – wer auch immer Zigaretten gedreht hat, ist hier von Vorteil – und an den Enden verschlossen. Darüber kommt noch eine Schicht Alufolie. Wem dies zu alternativ ist, kann den konservativen Weg nehmen und eine Serviette/Geschirrhangerl hernehmen. Das Kunstwerk in heißem Wasser für ca. 25 Minuten kochen bis die Konsistenz vom Halbflüssigen ins Feste übergegangen ist. Da ich diesen Moment nie erreicht habe, wurde in dieser Hinsicht von mir geschummelt: ich habe die Verpackung einfach aufgerissen und aus der langen Wurst kleine Knödeltaler geformt, die ich abgebraten serviert habe.

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Als weitere Beilage zum Fiakergulasch werden Wienerle/Frankfurter, Spiegeleier und Essiggurkerl gereicht. All dies macht ein herrliches Fiakergulasch aus. Wichtig ist, die Gurkerl aufzufächert. Dazu mache man aus einem zwei und schneide die Hälften in kleinen Abständen ein ohne sie ganz durchzusägen. Dann mit der flachen Hand aufdrücken und fächern.

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Passende Getränke: zur Vorspeise ein herrlicher Schilcher aus der Weststeiermark, zur Hauptspeise irgendein Bier, Hauptsache Bier und zum nicht vorhanden Dessert ein Schnaps oder Whisky zur Verdauung.

Dies war mein erstes Gulasch und einige Punkte sind festzuhalten:

  • beim Zwiebelschneiden kann man irgendwann nicht mehr weinen
  • dafür riecht man auch noch Tage danach nach Zwiebeln
  • nimm lieber zwei mittlere Töpfe, als einen großen, in dem du nie mehr umrühren kannst
  • addiere nur Suppe wenn du Suppe willst
  • Knödel muss ich noch üben
  • Ich habe noch immer nicht die Unkosten verrechnet
  • ja Lukas, man kann auch ein Pferd hineinschneiden; nur woher kriegen ist die Frage
  • ja ModeZampano, die Fotos sind noch immer Schrott

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92,8 Kilo oder das Gewicht eines Food-Blogs – Version Frau II

Die kulinarische Vielfältig in der trauten Zweisamkeit ist unendlich. Dies liegt an der Freude beim Einkauf von Madame und meiner beim Mixen aller erdenklicher Zutaten.

Passende Untermalung für den kulinarischen romantischen Abendklassiker ist Amy Winehouse:

Kleingehackte Zwiebel und Schinkenstreifen (auch gerne Garnelen, Speckwürfel oder Otternasen) in Olivenöl andünsten, mit Crème Fraiche ablöschen, salzen, pfeffern und weitere lustige Kräuter die zur Verfügung stehen untermixen. Brokkoliröschen – vorher im heißen Wasser für eine Minute blanchiert – unterrühren sowie gekochte Nudeln additieren. Die Kombo miteinander bekannt machen und anrichten. Käse drüber und mit einem Augustiner verschlingen.

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Passen dazu einen grünen Salat mit Orangen reichen. Das Dressing bleibt Geschmackssache – in diesem Fall Kürbiskernöl – ebenso wie die Tatsache, dass man noch Nüsse oder Gorgonzala additieren könnte.

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Easy come, easy go. Am beste während des Kochvorgangs gleich noch den Spülvorgang integrieren und man braucht sich in der Früh für keinen Scheiß genieren.



92,8 Kilo oder das Gewicht eines Food-Blogs – Version Freunde

Reichhaltiges Material für meinen Food-Blog liefern mir meine Freunde. Interessanterweise muss ich zugeben, dass ich keinen Freund schimpfe, der nicht auch gerne isst. Folglich ist es immer wieder ein wunderschöner kulinarischer und bereichernder Austausch. Entweder bei unseren regelmäßigen Weinabenden – sorry, aber schwäbischer Wein hat auch am 4ten Abend noch nicht überzeugt –

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oder bei richtigen Gelagen in Kompaniegröße.

Passende aufhetzende Musik, da es sich um reichlich Mise-en-Place handelt und der Modezar unterstützend eingriff:  Cypress Hill

Bei größeren Runden zahlt es sich aus drei Fragen zu stellen:

1/ Ist ein Vegetarier/Allergiker dabei?

2/ Will ich meine ganze Küche verwüsten?

3/ Kann ich die Speise überhaupt für mehrer Personen zubereiten?

 

Rücksicht ist nur fair und macht den Abend auch schönes („Was da ist Ananas drinnen? Aber ich bin …). Das Küchenproblem stresst mich am Wochenende nicht, da Abwasch in sich meditativ ist, unter der Woche sehr wohl. Zu Punkt 3 kann ich folgende Geschichte anmerken. Das Gericht „Überbackene Lammkrone in Balsamicozwieberljus mit Polenta-Spinat-Turm“ klingt geil, braucht aber eine komplette Küchenbesatzung zum Anrichten. Obwohl mich damals in der Küche der Wahnsinn gepackt hat, konnte ich dennoch nicht die 7 Essen gleichzeitig & warm hinausbringen.

 

Folglich haben wir uns für den Abschied des Modezaren nach NY (keine Angst: nur Business, Liebe und Leben) für die „SCHINKENFLECKERL DELUXE“ entschieden. Man beginnt einen derartige Veranstaltung am Besten mit einem Vodka-Orange und überlege reichlich, was man machen oder nicht machen will.

vodka

Im Anschluss lasse man sich im Supermarkt an der Wursttheke von der/m VerkäuferIn seiner Wahl verwöhnen (Ich würde noch gerne das und das kosten!). Im Endeffekt greife man bei 8 Personen zu ca. 1 Kilo gemischter Wurst (Schinken, Polnische, Lyoner, Speck etc.), je nach den Gästen zu 2 Kilo Bandnudeln. Nudeln kochen, die geschnittene Wurst in einem Topf mit Zwiebel anbraten, Nudeln beimengen, mit Salz, Pfeffer, Kümmel und Knoblauch abschmecken. Wichtig ist der Schritt des Paprizierens, der Vermählung der Nudeln mit dem Paprika- und Chillipulver. Reichlich davon Gebrauch machen! Vor dem Servieren noch klein gehackte Petersilie unterheben.

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Vielleicht ist folgende Lektion noch von Interesse: auch wenn man einen schön großen Kochtopf zu Hause hat, wo alles reinpasst, lieber in kleineren Portionen kochen, da sich so alle Zutaten besser durchmischen.

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Immerhin erhebe ich gerad irgendeinen kulinarischen Anspruch und nicht den einer Militärküche mit Gulaschkanone.

Als Starter wurde ein Kartoffel-Gurken-Salat serviert. Kartoffeln mit Gurken vereinen (die ersten gekocht und geschnitten, letztere nur geschnitten) und mit einer Marinade aus Kernöl, Essig, Senf, Salz und Pfeffer krönen.

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Passende Getränke für solche Veranstaltungen: alles was nicht bei 3 auf einem Baum sitzt!  



92,8 Kilo oder das Gewicht eines Food-Blogs – Version Familie

Glücklicherweise steht die Regelmäßig meiner Blogeinträge in keinem natürlichen Verhältnis zu meiner Nahrungsaufnahme. Ganz im Gegenteil, wie ich am Wochenende im brüderlichen Badezimmer von der Waage mitgeteilt bekommen habe. Nach einer intensiven selbstreflektorischen Phase, warum mir eine Neun, eine Zwei und eine Acht entgegenleuchteten habe ich folgende Vorschläge für den werten Leser. Einer der Gründe sind die exzellenten Essen meiner Schwägerin. Zur musikalischen Untermalung nehme man Mano Negra  

um eine Vorstellung der Lebhaftigkeit ihrer Küche zu bekommen.

Für das Kohlgemüse, wasche und schneide man Kohlblätter in Streifen. Diese dünstet man vorsichtig bei niedriger Temperatur, genauso vorsichtig, wie man mit Salz und Pfeffer würzt und genauso wenig, wie man Mehl diesem Gericht beifügt. So bleibt der Kohl schön bissfest und man erhält keine pampige Einheitsgeschmacksoße. Für die Frankfurter (ja geneigter Leser, so heißen Wienerle in Österreich – wobei ich aber sehr gerne den Begriff Wienerle benutze) kaufe man Fleischer (auch so ein österreichisches Wort) Bio-Frankfurter und koche diese gemäß der Anleitung.  Hiermit möchte ich allen fotografischen Kommentaren vorweg entgegnen: Ich bruzzle die Wienerle nicht indem ich sie fotografiere.

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Für die Topfenpalatschinken (deutsche Übersetzung für gewisse sprachliche Gebiete: Quarkpfannkuchen) aus Topfen, Zucker, Rosinen und Bio-Zitronenzeste eine schmackhafte Mischung heranziehen. Den Palatschinkenteig aus Eiern, Mehl und Milch zimmern, Palatschinken formen, mit der Mischung füllen und im Backrohr zur Vollendung bringen.

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Passendes Getränk: Himbeersirup.



Pariser Schnitzerl in Salzburg oder Festspiele der Viren und steifen Hälse

 

Familienwochenenden sind die reinsten Schlemmertage. Dies liegt an der Tatsache, dass meine Schwägerin ausgezeichnet kocht und mein Vater überhaupt nicht. Folglich biegen sich im heimatlichen Hafen der Tisch immer unter den besten Speisen und mein Vater besorgt die Auswärtsspiele in ausgewählten Lokalen.

Nachdem meine Schwägerin von einer Grippe niedergestreckt wurde und der Skitag der restlichen Familienmitglieder aufgrund meiner schwachbrüstigen Konstitution, vor allem aber wegen meines steifen Halses ausfallen musste, kam es zu einer kulinarischen Familienfusion die in folgendem Menü gipfelte: „Hühnersuppen-ABC“ als Entrée, „Pariser Schnitzerl an der Kartoffel“ als Hauptgang und „Topfenstrudel“ als Dessert.

Passende Musik (von meiner kochenden Nichte A. gewählt):

Nachdem sich mein Brüderchen ritterlich in den österreichischen Einkaufsdschungel geworfen hatte, meine Schwägerin bereits die Hühnersuppe aufgesetzt, ich meinen ersten Guten-Morgen-Sonnenschein-Kaffee vertilgt hatte, ergriff meine Nichte das Zepter:

Für das Hühnersuppen-ABC Hühnerfleisch mit variablem Gemüse kochen, Gewürze beifügen (der Einfachheit halber kann es gleich ein Suppenwürfel sein). Fleisch und Gemüse abseien, gekochte Karotten schneiden, mit ausgewählten Buchstaben aus der Tüte vermengen und als Entrée servieren.

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Für das Pariser eine Dreikampfarena aus Backpapier mit Mehl, verquirteln Eiern und einer heißen Pfanne Butterschmalz (oder Öl) aufbauen.

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Mit einer Hand die gesalzenen und an der Seite eingeschnittenen (Puten-/Kalbs-/Schweins-)schnitzerl beidseitig mit Mehl bestäuben, dann im Eibad versenken und mit der „Eibad-Hand“ ins heiße Öl bugsieren. Dort in Ruhe chillen lassen, wenden und nach getaner Perfomance auf Kreppapier abtropfen lassen. Die Schnitzel an Kartoffel (Zubereitungsart sei jedem überlassen; diese wurden gekocht und in Butter zerlassen) auf bunten Tellern anrichten und servieren.

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Für die Nachspeise werden nach Angaben meiner Schwägerin (ich war nicht live dabei, da ich Kaffeesatz lesen musste) Topfen, Schlagobers, Eigelb, Zucker, Vanillezucker, Rosinen und steif geschlagenenes Eiklar (für die „Leichtigkeit“) vermixt. Für die genaue Dosierung frage ich bei Interesse gerne nach. Auf Grund der Freude der Viren an meiner Schwägerin, wurde eine Fertigteig gefüllt, mit Eigelb bepinselt und im Backrohr versenkt.

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In einer „blauen Stunde“ – in Anspielung auf die blaue Tasse und die Dame, mit der ich diesen Begriff verbinde – den Strudel lauwarm verzehren und die Rosinen mit dem Vater teilen.

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Passendes Getränk. Stiegl Bier (wer in Salzburg weilt, der sollte umbedingt das Museum besichtigen), Kaffee und für alle Kranken jegliche Sorten von Tees.

 

P.S.: Weiteres Highlight der Familienfeier war ein Kichererbsensalat. Kichererbsen im Optimalfall kochen und mit Salz, Pfeffer, Essig und Kernöl abmachen. Flasht total.

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Rolle Vorwärts à la Rothmund samt Mischmaschgemüse im spülfähigen Alter

Man sieht es meinen Rezepten an, dass ich besser über Essen schreibe als es zu Kochen oder zu Fotografieren (siehe auch die netten Kommentare auf Flickr). Sollte dem auch nicht so sein und nur kulinarische Spastiker sich an meinem Blog delektieren, auch gut.

Doch, was mich treibt ist wie beim aktiven Fußballspiel die Lust und die Freude, vor allem aber auch die Erkenntnis, dass ich lernfähig bin. An einem Vorabend eines langen Geburtstagsabends ging es nun daran, die geistige in die gestalterische „Rolle vorwärts“ zu verwandeln.

Für die Assistenz der Küche wurde noch schnell ein Lied aufgelegt 

und schon ging an die Produktion der „Rolle Vorwärts à la Rothmund samt Mischmaschgemüse im spülfähigen Alter“.

Für die „Rolle Vorwärts“ vier Putenschnitzerl auf einem Brett drapieren und mit einem scharfen Messer seitlich einschneiden (à la „Urigeler“ Style, indem man die Hand auflegt), sodass eine Tasche entsteht.

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Also keine zwei Schnitzel aus einem machen. Die Taschen mit Weichkäse ausschmieren (Bresso hat sich für unsere Zwecke als aromatisch erwiesen). In einem Speck- oder Prosciuttoblatt eine getrocknete Tomate (oder was auch immer, Bernd würde wahrscheinlich einen Gummibären nehmen) einrollen und in die Tasche stecken, wie den Schlüsselbund in die Hosentasche. Das ganze mit einem Zahnstocher oder einem Rosmarinzweig verschließen.

In der Zwischenzeit hat die Assistenz bereits einige Kartoffel (mit Haut) gewürfelt, ebenso ein paar Karotten, einen Kohlrabi, eine Fenchelknolle, Zwiebel und Knoblauch.

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Die gesamte Vitamincrew wird in heißem Butterschmalz scharf angebraten, Deckel drauf und für ca. 25 Minuten bei mäßiger Hitze in Ruhe gelassen. Nur noch mit Salz, Pfeffer und verschiedenem Kräuterwerk versehen.

Nun die Rollen Vorwärts ebenfalls von allen Seiten scharf anbraten und im vorgeheizten Backrohr, nach der Würzung mit Salz, Pfeffer für 15 Minuten durchbacken.

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In der Zwischenzeit den Tisch decken, die zweite Flasche Wein öffnen (die erste wurde verKOCHt), grünen Salat mit einer Vinaigrette abmachen, die Gäste hereinlassen, Kerzen anzünden, Smalltalk betreiben und abwaschen.

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Dies ist der Tribut an die Vergangenheit, nicht abgewaschenes Geschirr überdauert die Ewigkeit und muss vor dem Essen abgewaschen sein, und der Namensgeber für das Mischmaschgemüse im spühlfähigen Alter.

 

Passendes Getränk: Spritziger Weißwein vom Weingut Lackner Tinnacher oder Tegernseer Bier.



Im Zweifel noch mehr Zwiebeln

Für einen Zwiebelrostbraten gibt es mehrere Herangehensweisen. Dies ist wie bei einer schönen Frau oder die Taktik bei einem Auswärtsspiel. Dieses Rezept ist ein „Über-die-Schulter-Gucker“ aus Frankreich, bei den Eltern einer Bekannten. Dort lernte ich viel über französische Trink- und Tischsitten und velor meinen Geruchssinn fast an einem Stück Roquefort, das zum besseren Reifen im Sommer auf dem Balkon in einer Plastikhülle gehalten wurde.

Die letzte Version (jedes Gericht wird lustigerweise anders; siehe Frauen und Auswärtsspiele) war eine Reminiszenz an meine Grazer Wohngemeinschaft mit „Anti Blue Eyes“ und dem „Verwirrten“. Einerseits standen uns über drei Jahre die Vorräte einer Fleischhauerei (mit Dank an Anti Blue Eyes Eltern) zur Verfügung, andererseits herrschte allgemeine Panik vor Gemüse. Deshalb gab es gerne Zweibelrostbraten, da die gemeine Landzwiebel ein Grenzgänger zwischen Gemüse und was-weiß-ich ist, Geschmacksträger ist und gut in Fett schwimmt.

Passende Musik (ab jetzt vorab) für drei Jahre voll Anarchie:

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Schritt 1: Man kann nie genug Zwiebel und Knoblauch schälen.

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Schritt 2: Rindfleisch im Ganzen (für Rostbraten) in Butterschmalz oder Öl auf beiden Seiten anbraten. Alles was verbrennt ergibt Geschmack.

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Schritt 3: Den grob geschnittenen Zwiebel und die ganzen Knoblauchzehen in den großen Topf hinzufügen, nachdem man das Fleisch herausgehoben hat. Die Zwieblkombo auf voller Hitze eindunsten lassen, unter Hinzufügung von Salz und Pfeffer. Wenn sich das erste Mal am Topfboden eine dickere „angebrannte“ Schicht bildet, mit Weißwein aufgießen und Lorbeerblätter sowie Pfefferkörner nach Geschmack addieren. Die Kombo wieder einreduzieren lassen.

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Schritt 3: Den Zaubertrick der Schnellmixerrindsuppe anwenden (für alle die das Bild nicht verstehen, gebe man zu den Suppenwürfeln noch Wasser dazu) und mit dieser, samt dem Fleisch, den Zwiebeln auf den Leib rücken. Den Topf bis unter den Deckel füllen, eine weitere Flasche Wein öffnen, sich setzen und den Rest ca. 1 1/2 Stunden kochen lassen. Wichtig ist, dass man ab und zu kostet und sich die Lippen verbrennt. Gutes Zeichen für ein Gelingen ist, wenn die Sauce immer dicker wird.

Schritt 4: Zur Beilagenwahl aufrufen. In unserem Fall sind es breiter Nudelnester, Rosenkohl/Kohlsproßen. Erstere nach der Packungsbeilage Kochen, letztere (wie in unserem Fall, da wir zu spät zum Einkauf kamen) tiefgekühlt auftauen und in Butter schwenken, mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

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Schritt 5: Das Fleisch herausholen, aufschneiden und mit dem restlichen Klimbim (je nach Laune passen auch Spätzle, Reis, Brokkoli etc. dazu) anrichten und genießen. Dazu passt auch exzellent ein Preiselbeerkompott.

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Passendes Getränk: Steirischer Weißwein in rauen Mengen, weshalb ich einen eigenen Weinblog aufmachen müsste, wollte ich darüber schreiben. Also am Besten selbst auswählen.

Mein Eingeständnis folgt zum Schluß: Ich habe zwar in Frankreich über die Schulter geschaut, mir aber nicht alles gemerkt. Folglich handelt es sich um eine Interpretation. In Frankreich wurden auch drei Liter roter Tafelwein dazu verzwickt und Brot als Beilage gereicht. Auch lasse ich meinen Käse nicht außerhalb des Külschranks reifen und ziehen,



Roquefortpasta à la Modezar oder die ungehobelte Phase

Essen ist ein Grundbedürfniss. Folglich wurde ab dem 18. Lebensjahr bei mir Kochen auch zu einem Grundbedürfniss, da ich von zu Hause ausgezogen war. Rückblickend gab es damals kein Internet (für mich), keine Kochbücher sondern nur vier Arten von Ratgebern. Die Erinnerung an die Kochkünste meiner Mutter, meine Freunde (den wenigen, denen ich über die Schulter blicken durfte und konnte), die Lokale in denen ich als Hühnerbrater/Garcon/Apprenti/Kellner tätig war und der eigene Wahnsinn. Letzteres bedeutete vor allem verschiedene Zutaten zerschnitten in eine Pfanne oder ins Backrohr zu schmeißen, eine Art Fusionsküche.

Das Gericht „Roquefortpasta“ ist dem Freundeskreis zuzuordnen. Für acht Monate in Grenoble als Erasmusstudent stationiert, besuchte mich der Modezar und zeigte sich in der WG-Küche mehr als ambitioniert bei der Zubereitung seiner Nudeln mit Roquefort. Dies ist eine kleine Ableitung, die aus einer geschmacklichen Fantasie entsprungen ist. Denn man soll Rezepte nie zu ernst nehmen. Für die Roquefortpasta à la Modezar nehmen man folgendes:

  • eine Sellerieknolle (die Blätter in heißem Wasser blanchieren)
  • ausgewählte Karotten (ebenfalls kurz gekocht und in kaltem Wasser abgeschreckt)
  • Krabben (sollte man kein Fischer sein oder keinen Fischer kennen, dann bediene man sich dem Standardwerk)
  • Kapernbeeren
  • Chilischoten

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(Ja, der grüne Häfen im Hintergrund ist in diesem Fall Statist und hat auch sonst im Leben meiner Mitbewohnerin enorme Beduetung.)

Das ganze brate man – nachdem man die großen Teile kleine geschnitten hat – in einer großen Pfanne mit einem Schuß Olivenöl an. Sobald alles fein brät, addiert man die Gewürze – Kräuter der Provence, Pfeffer, Paprika etc. – lösche mit einem Schuß Weißwein ab. Gewürfelten Roquefort dazugeben und brav mit etwas Sauerrahm einkochen lassen. Die inzwischen fertige Pasta – also bitte vorher das gesamte Rezept lesen, da es nicht der Standardnorm für Rezepte entspricht – abtropfen lassen und beifügen.

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Wer keine Krabben am Start hat, benutze stattdessen Schinken oder Salami. Als vegetarische Version könnte ich mir auch Tofu gut vorstellen. Wer überhaupt nichts von den angegebenen Zutaten zuhause hat, außer Roquefort, der nehme was da ist. Roquefort ist dominant genug, um alles zu übertünchen. Folglich auch mit dem Salz aufpassen.

Passendes Getränk aus romantischen Gründen der Erinnerung an diese WG – Danke Cedric, Nat, Etienne & Pretty (was immer du jetzt auch machst, ich hoffe, du hast gefunden was du gesucht hast.) – einen Sky (Whisky mit Cola)als Apéro und dann ein kro.

Passende Musik (für dich Modezar), ein Stück von Ferris MC:



Blog Apple 3

 Auf zum Tanz der Vitamine im Big Apple. Nach ausreichenden Berichten zu Fast Food, Steaks und österreichischen Eigenkreationen in Harlem, ist es an der Zeit sich den gesunden Aspekten dieses Urlaubs zu widmen: den Salaten. Gemäß dem Sprachgebrauch meines Vaters, hat sich das „Hasenfutter“ in den letzten Jahren einer atemberaubenden Revolution unterworfen und Dosensalate mit Fertigdressings sind nur mehr in ausgewählten Autobahnraststationen oder ähnlichen Orten anzutreffen.

Dies hatte sich auch eine bekannte Fast Food Kette vorgenommen. Der Cranberry Salat mit Putenstreifen musste aus fünf verschiedenen Beuteln zusammengesetzt werden. Kein Wunder, dass man lieber einen Burger speist.

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Als Vorspeise gab es in der http://www.sweetwaterny.com/ in Williamsburg Austern und einen Melonen-Käse Salat. Bestandteile: Wassermelone, Schafskäse, grüne und schwarze Oliven, Kerne, Streifen von Basilikum, ein bisserl Salz, ein bisserl Pfeffer, Essig und Öl. Eine hervorragende, geschmacklich runde Sache.

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Einen Mango-Rote Rüben (alias rote Beete) Salat wurde als Katerfrühstück am letzten Tag gereicht. Abgemacht mit einer Vinaigrette wurde dieser auf Blattsalat mit Zwiebeln und einer gehörigen Portion Pfeffer (waren Gewürze historisch gesehen wertvolle Handelsgüter, so hat sich dies mittlerweile relativiert, wie man an diesem Beispiel sehen konnte) serviert. Der Kellner war ein österreichischer Schauspieler, der im Big Apple die Bretter der Welt betreten wollte. Hiermit noch einmal alles Gute. Sollte irgendein Agent diesen Eintrag lesen und Interesse bekunden, ich kann erfragen, wie dieses Lokal heißt.

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Den grünen Schlusspunkt setzt nicht der originellste Salat, sondern die bizarrste Anrichteweise. In der http://www.inotecanyc.com/about.html wird der Salat – dessen einzelne Bestandteile mir mittlerweile entfallen sind, also dementsprechend keine Rolle spielen – von einer kompletten Zange umrahmt. Erinnerte mich ein wenig an ein Wiener Lokal in dem der Grillteller in einer Scheibtruhe angerichtet wird. Ein kulinarischer Kommentar zur Scheibtruhe muss ausbleiben, da ich nur einen Kaffe getrunken habe nur ein Bier getrunken habe.

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Resümierend kann ich all diese Salatvariationen (ausgenommen Nr. 1) zum nachkochen/schneiden etc. empfehlen.

 

Passendes Getränk: ein fruchtiger Morillon vom Weingut Dreisiebner oder zum Katerfrühstück einen frisch gepressten Orangensaft und fünf Liter amerikanischen Kaffee.

 

Passende Musik: Aufgrund des Konzertes nach dem Melonen-Käse Salat die Straycats