Gespeichert unter: Von der Hand in den Mund | Schlagworte: Öl, Beuschl, Essig, Füße, Flecksuppe, Gamlitzer Weinstube, Graz, Innereien, Schwein, Schweinskopf, Sulz, Topfenstrudel
Die Lieblingsanekdote meiner Mutter beschreibt eine Situation in einem Grazer Gasthaus, in dem Sie bitte nie nach einer Speisekarte fragen, aber die ganze Kulinarik durchkosten sollten. Während ich im jugendlichen Alter von zwei Jahren von ihr gefüttert werde, stopft mir parallel dazu ein zweiter Gast immer Topfenstrudel hinein und ich war glücklich.
Folglich ist es auch schwer mich als Kostverächter zu bezeichnen, da ich im Gegenteil alles zu mir nehme. Eine große kulinarische Bereicherung in dieser Hinsicht war meine Tätigkeit in der Gamlitzer Weinstube in Graz, die zu den besten Lokalen der Stadt zählt. Kleiner Tipp: Lassen Sie sich vom Personal nicht beeindrucken, sondern laden Sie dieses auf ein kleines Bier ein.
Dort lernte ich, dass die besten Gerichte aus den Teilen des Tieres gemacht werden, die in der heutigen Zeit sonst einfach weggeschmissen werden: Kalbs- und Schweinsköpfe, alle Arten von Innereien, Schweinshaxen etc. Es geht nichts über gebackene Schweinswangerl, einen gebackenen Kalbskopf, Beuschl (das verlinkte Rezept ist die Luxusversion), Flecksuppe oder eine gute Sulz mit Kürbiskernöl (auch dieses Rezept ist die Luxusversion, da du für die einfache Sulz vor allem Schwarteln nimmst).
Nach meinem Aufenthalt in Grenoble, dessen Mannschaft ich übrigens zum Aufstieg in die erste Liga gratuliere, muss ich nun auch in München verargumentieren, warum derartige Speisen kein Scheiß sondern Spezialitäten sind. Auch wenn ich aufgrund meiner überkochenden Harnsäure all diese Spezialitäten nicht mehr essen darf, empfehle ich dne Gang zum loaklen Fleischer und das Ausprobieren derartiger „bizarrer“ Gerichte. Frei nach dem Motto „ein bisserl Essig, ein bisserl Öl, Petersilie drauf und fertig“ sollten sich auch für deutsche Geschmäcker andere Varianten auftun.
Ich schreibe das Ganze deswegen, da es mich bei meiner morgendlichen Klolektüre fast vom Thron geschmissen hat, als ich dieses Rezept im SZ Magazin fand: Schweinskopf mit Erbsen.
Gespeichert unter: Leder | Schlagworte: Elfmeterschießn, Fc Zürich, Fußball, Sturm Graz, UEFA
Es war die gefühlte 19 Runde im UI-Cup oder UEFA-Cup Quailfikation – ich sehe den Unterschied mittlerweile schon gar nicht mehr – als der SK Puntigamer Sturm Graz am 28.08.08 auf den FC Zürich traf. Nachdem wir schon in der Vergangenheit auf Clubs aus Andorra, auf den VFL Wolfsburg oder auf die mit Billiardkugeln gefüllten Sockenschwinger aus Budapest getroffen sind, stand das Rückspiel gegen den FC Zürich – das Hinspiel hatte 1:1 geendet – auf dem Programm.
Vorab die sportliche Geschichte: Nach dem Spielstand von 1:1 in der regulären Spielzeit ging es in die Verlängerung. Nach weiteren torlosen 30 Minuten wurde zum Elfmeterschießen angetreten, dass Sturm Graz heroisch verlor. (Dass unser Torhüter älter ist als die gesamte Mannschaft von Arsenal zusammen kann als Ausrede nicht herhalten) Die Auslosung für die 20 Runde in der UEFA-Cup Qualifikation brachte den Schweizern den AC Mailand. Abschließend wünsche ich Ihnen noch viel Glück, da es für die „kleinen Vereine“ wichtig ist, die großen Teams zu schlagen!
Nachdem sich ein persönlicher Trip von mir zu diesem Spiel nach Graz aus beruflichen Gründen nicht ausging, wollte ich den Laola1 Livestream testen. Da dieser nicht ging, genausowenig wie das automatische Aktualisieren des Spielstandes – ja, ich weiß, es gibt noch andere Anbieter – wurde es ein geselliger Abend mit ein paar Kollegen vor meinem Computer, samt minütlichen Aktualisieren des Spielberichts. Besonders das Elfmeterschießen machte sehr viel Spaß da die Frequenz des Öffnen und Schließens des Spielbericht-Fensters im Sekundentakt erfolgte. Naja, die Pointe der Geschichte, ist einfach die Tatsache, dass ich keine Lust zum Betrachten eines Spiels auf meinem Computer habe und mir die Stadiumluft (allgemein) gewaltig fehlt.
Passende Musik: das gesamte Liedgut von Sturm Graz
Passendes Getränk: Augustiner und nach der Niederlage Chivas Regal
Gespeichert unter: Leder | Schlagworte: Bier, Cup, Fußball, Retro, Sauerbraten, Spätzle, Stuttgart, Tor
Schlimmer als ein Haufen Schmutzwäsche ist ein Blogeintrag, der nicht rechtzetig Online gegangen ist. Diesen stelle ich aus Respekt vor meinem Team und den Organisatorn des Stuttgarter Retro Cups dennoch gerne zeitverzögert online:
Als passionierter Fußballfan sollte man auch selbst das runde Leder von Zeit zu Zeit treten. Dies wird bei mir durch die Tatsache erschwert, dass meine Füße nicht meine schnellsten Körperteile sind und deren Technik von meinen Händen in den Schatten gestellt wird.
Ein schöner Moment zum Ausleben meiner Passion war der Retro Cup in Stuttgart am 9. August. Acht Teams stellten sich der Herausforderung, Fußball wieder weg von Fahnenschwenkern, Aperoltrinkern in VIP-Logen und rosaroten Fußballschals hin zu Schweiß, Tränen und dem Staub eines Kunstrasens zu führen.
Nachdem Günther Schäfer uns den letzten Glauben geraubt hat, dass alle Fußballer etwas im Hirn haben, … Das Team „Wurst Ullis Millionentruppe“ war mit knapp acht Mann und einem unstillbaren Durst nach Erfolg angetreten. Die bunte Mischung hatte es aber schwer gegen die „Springbocks“, „Die linke Hand Gottes“ und der Mannschaft deren Namen ich vergessen habe.

Nach 11 bekommenen Toren, mein Eigentor mitgerechnet, und einem sebst erzielten, war die Vorrunde schon überstanden und wir konnten uns dem günne’s und dem brauch des Stiefeltrinkens widmen.
Kulinarisch gesehen war der Ausflug nach Stuttgart ein Highlight: Sauerbraten mit Spätzle, bizarre Palatschinken-Kreation als Dessert und der erste Tag seit sicherlich zehn Jahren ohne einen einzigen Kaffee. Das Lokal fürs Abendessen möge mir verzeihen: so gut wie das Essen, so beschissen war der Kaffee, weshalb ich letzteren und den Namen des Lokals vergessen habe.
Liedgut für den Ausflug und für alle diejenigen, die noch nie einen Stehplatz in einme Fußballstadium innehatten: Seven Nation Army von den White Stripes: http://www.youtube.com/watch?v=ksYcqdJef1o&feature=related. Ein wunderbarer Beitrag aus einer wunderbaren Stadt.
Gespeichert unter: Von der Hand in den Mund
Ich halte einen Vortrag vor 14 Kollegen und davon essen 13 Salate. Nur einer nicht, der isst Fleischpfanzerl. Wie traurigist dieser Verfall der kulinarischen Sitten. Für die Salatmontonie ist übrigens Rewe schuld und auch der Stehimbiss wechselt sein Programm nie. Ich kann ruhig mit kulinarischen Steinen schmeißen, da in meinem kaputten Glashaus auch nur Salat wächst.
Gespeichert unter: Von der Hand in den Mund | Schlagworte: Günther, Grabneralm, Iggy Pop, Knoblauch, Maria, Schwammerl, Schweinsbraten, Steiermark
Aus den versprochenen Innereien der Zucchini wurde aus Zeitmangel leider keine Suppe mehr. Einer der Gründe des Zeitmangels – neben Arbeit, Bier und dem Versuch mein Bett zu richten – war der 40er eines meiner besten Freunde.
Dieser Eintrag hat aus zwei Gründen einen kulinarischen Hintergrund: der gastronomischen Ausflug auf die Grabneralm und dem momentanen Schwammerlboom.
Das erste Augustwochenende wurde dieser besagte Geburtstag auf der Grabneralm in der Steiermark gefeiert. Das Wetter war mies bis beschissen, die Stimmung aber genauso feuchtfrölich. Essenstechnisch muss hier vor allem der Schweinsbraten hervorgehoben werden. Das Geheimnis liegt im Tischherd, in der Saucenzubereitung (Hinzufügen von Zitronensaft und den besten Gewürzen), dem intensiven Einsatz von Knoblauch und den vier Stunden im Ofen.
Da die Wanderung zur Grabneralm keine zwei Stunden dauert, sei diese steirische Almhütte allen ans Herz gelegt. Natürlich liegt mir kein Foto vom Schweinsbraten vor, weshalb ich nur mit der Eierspeis zum Frühstück aufwarten kann. Ein einfaches, aber hervorragendes Gericht. Darüber hinaus ist auch noch die Hausbar mehr als eine Erwähnung wert, die von Günther beherrscht wird. In der Küche zaubert übrigens die bezaubernde Maria:
Nebenbei würde ich auch gerne von Pilzgerichten berichten. Doch ich hatte nur die Freude, mich an der Suche zu beteiligen. Die Schwammerl selbst hätten die Zugfahrt nicht überlebt. Folglich kann ich kein Rezept samt Foto von meinem Schwammerlgericht einstellen, sondern nur den Hinweis, dass jetzt Pilzsaison ist. Als guten Tipp kann ich nur empfehlen, dass getrocknete Steinpilze jede Sauce hervorragend verfeinern.
Passende Musik zum Feiern auf der Alm (zumindestens einen 40er) und zum Schwammerlsuchen: Iggy Pop, Lust for life



