Gespeichert unter: Von der Hand in den Mund | Schlagworte: Chilli, Hackfleisch, Knoblauch, Massilia Souns System, Murauer, Oliven, Paprika, Pfeffer, Reis, Salz, Tomate, Wein, Zucchini, Zwiebel
Nach der genialen Eröffnung des Gesellschaftsraums kam am Sonntag, den 27.07.08, die eigene Kochkunst zum Vorschein. Aus dem Gemüsegarten der Mutter meiner Mitbewohnerin stammt die Riesenzucchini, die gefülllt werden wollte.
Nach einer fantastischen Halbierzeít mit dem Brotmesser wurde mit dem gemeinen Löffel das Innere herausgeholt. Für die Füllung wurden, was ich noch in Erinnerung habe, folgende Zutaten vermengt:
- gekochter Reis
- Hackfleisch (oder wie man Österreich sagt: gemischtes Faschiertes)
- grüne und schwarze Oliven, kleingeschnitten
- Zwiebel kleingeschnitten
- Knoblauch, von der Mitbewohnerin gepresst
- Salz, Pfeffer, Majoran, Kräuter der Provence, Paprika
- Tomaten
- roter Paprika
- Chillis
Grundsätzlich wurde alles dazugemengt, was vorhanden war und nach Geschmack gewürzt. Ich rate also jedem nach Geschmack vorzugehen und wie die großen Köche mit den Fingern zu würzen. Auf gehts! Der Höhepunkt ist das energische Umrühren der Masse mit den Fingern. Der Reis kann auch warm dazugegeben werden. Die Zucchini füllen, in den Ofen schieben (welcher auch immer vorhanden ist), und braten – mit einem bißchen Olivenöl unterhalb – bis die ganze Einheit gut durch ist. Vor dem Servieren mit Käse bestreuen und zum Gratinieren in den Ofen zurück.
Bei Bedarf eine scharfe Tomatensoße ansetzen und dazu servieren. Am Besten mit einem Schuß Rotwein verfeinern. Ich entschuldige mich für die flapsige Art der Darstellung, aber Kochen soll nach dem Gefühl heraus geschehen und nicht an Rezepten festgenagelt sein. Ich würde mich aber über zusätzliche Anregungen zu dem Gericht freuen.
Passende Musik zur Zubereitung: Massilia Sound System
Passendes Getränk zum Gericht: diesesmal, weil vorhanden eine Flasche Murauer Bier
Was mit den Innereien der Zucchini passiert erzähle ich das nächste Mal.
Gespeichert unter: Leder | Schlagworte: Ausschreitungen, Budapest, Fußball, Graz, Randalle, Sturm, Ui-Cup
Eigentlich ist dieser Eintrag der Mannschaft von Sturm Graz gewidmet, die sich am 26. Juli gegen Honved Budapest im UI-Cup mit 2:1 durchgesetzt hat. Gratulation Burschen!!
Die Freude über den internationalen Sieg ist ganz auf meiner Seite, da es in der nächsten gegen den VFB Stuttgart oder Aston Villa gehen könnte, die auf meiner Auswärtsfahrtsliste stehen und mit denen ich gute Bekannte verbinde.
Nach einer rauschenden Eröffnung des Gesellschaftsraums, die mein Vorhandensein in Budapest hintangestellt hat, hatte ich aber heute das „Vergnügen“ über die Ausschreitungen zu lesen, die im Rahmen diese Aufeinandertreffens stattgefunden haben. Jetzt ist es nicht der richtige Zeitpunkt über wahre Fußballfans, Gewalt oder Kommerz in Stadien zu sprechen - wer meine Meinung zu diesem Thema hören will, der soll mich bei einem Spiel von Sturm Graz im Fansektor dazu fragen – sondern über das, was die Medien aus derartigen Handlungen machen.
Während die österreichischen Medien über ein Skandalspiel aus ungarischer Sicht schreiben – Der Standard, ORF oder die Kleine Zeitung – geht die übrige deutschsprachige Presse inhaltlich andere Richtung und berichtet über Ösi-Holligans: RP-Online, bild.de.
Wer die passenden Fotos sucht, der wird auf www.sturmtifo.com fündig, oder kann sich auf www.youtube.com dank der passenden Videos eine eigene Meinung bilden.
Das Bilden einer eigenen Meinung ist dem geneigten Leser mehrerer Medien nicht möglich, da Redakteure nicht suchen um zu finden, sondern gerne das finden was sie schon immer gesucht haben und nicht verstehen: dass es neben dem Fußball-Märchen WM 2006 und EM 2008 auch noch den alltäglichen Fußball gibt. Und der ist dreckig und gemein.
Gespeichert unter: Von der Hand in den Mund | Schlagworte: Arold, Bernd, Gesellschaftsraum, Restaurant
Der Start meiner Food-Kategorie beginnt glücklicherweise nicht mit meiner Küche, sondern mit dem Werk eines anderen:
Mit dem 29. Juli 2008 eröffnet der Münchner Koch Bernd Arold sein erstes eigenes Lokal: den „Gesellschaftsraum„.
Die Voreröffnung fand am 26. Juli statt und ließ nur das Beste erwarten. Soweit ich mich noch an die Speisen erinnern kann (mit vielen Dank an den großen Kühlschrank voller Bier,mein schlechtes Gedächtnis und die Tatsache der mannigfaltigen Genussexplosionen), wurden folgende Gänge kredenzt:
- Gebratene Schweinebacken auf Tzatziki mit Eukalyptus
- salzige Melonensuppe mit Garnele
- Auberginencreme mit Curry
- Speckeis auf Beerenbasis mit süßer Gurke
Ich bitte die Unvollständigkeit meiner Aufzählungen zu entschuldigen und verweise auf einen persönlichen Besuch vor Ort. Ich selbst werde mehr dazu beitragen, wenn ich die gesamte Küche ausprobiert habe. Das Ambiente ist für München genial, da es sich um eine große Fensterfront und ein helles Lokal handelt. Also kein Bräustüberl mit Vorhängen vor den Fenstern, damit keiner sieht, dass du da bist. Die Küchencrew ist jung und tättowiert und macht Laune auf mehr.
Wer sich ein Bild über die Küche von Bernd machen möchte, dem lege ich einen Besuch sehr ans Herz und bis dahin einen Bericht über eine Kochveranstaltung in Hamburg, die er kulinarisch betreut hat. Denn sein Kochstil ist witzig, unkonventionell bis irrational und punktet mit einer charmanten Aufmachung (siehe den Aschenbecher)
Da ich meine kulinarischen Berichte gerne musikalisch würzen möchte, hier der passende musikalische Tipp zum gestrigen Abend von meiner Begleitung: „Son of a preacher man“.
